Von schönen Sandstränden bis hin zu weitläufigen Küstenabschnitten: Die niederländischen Dünen bieten unzählige Orte, um frische Luft zu schnappen, aber es gibt nur einen, an dem wilde Natur, jahrhundertealte Geschichte und eine verborgene Süßwasser-Oase aufeinandertreffen.
Nur vierzig Autominuten von Amsterdam entfernt liegt der Nationalpark Zuid-Kennemerland, ein beeindruckendes Naturschutzgebiet von 3.800 Hektar, das sich rund um die mittelalterliche Ruine von Brederode erstreckt.
Doch die wahre Überraschung verbirgt sich zwischen den goldgelben Dünen: ‚t Wed, ein kristallklarer Dünensee mit einer Tiefe von 8 Metern, in dem du mitten in der rauen Natur an einem Ort mit einer ganz besonderen Vergangenheit schwimmen kannst.
Die verborgene Vergangenheit hinter „’t Wed“

Wer zum ersten Mal an den Ufern von ‚t Wed steht, vermutet wahrscheinlich einen rein natürlichen Dünensee. Doch diese über 15.000 Quadratmeter große Wasser-Oase verdanken wir dem Eingreifen des Menschen. In den 50er Jahren wurde das Gebiet nämlich in großem Umfang ausgehoben, um Sand zu gewinnen. Dieser Sand wurde dringend für die Erweiterung und Aufschüttung des Haarlemer Stadtteils Schalkwijk benötigt.
Nach den Arbeiten füllte sich die tiefe Sandgrube mit klarem Grundwasser, wodurch ein etwa 8 Meter tiefer See entstand. In den folgenden Jahrzehnten übernahm die Natur das Ruder. So verwandelte sich eine industrielle Sandgewinnungsgrube nach und nach in die beliebteste natürliche Badebucht des Nationalparks Zuid-Kennemerland.
Schwimmen im artenreichsten Dünenpark der Niederlande

Wer den Natursee besuchen möchte, erreicht das Gebiet ganz einfach über den Eingang Koevlak, ganz in der Nähe des Besucherzentrums De Kennemerduinen. Der Park ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet. Um die einzigartige Artenvielfalt und die Ruhe im Dünengebiet zu schützen, sind Hunde, offenes Feuer und Grillen am Strand nicht erlaubt.