Der 45 Meter hohe Brederodeberg und eine Burgruine aus dem 13. Jahrhundert

Versteckt in den dicht bewachsenen Wäldern des östlichen Dünenabschnitts liegt der absolute Gipfel des Nationalparks: der Brederodeberg. Während die bekannten Schoorler Dünen weiter nördlich die höchsten Dünenkuppen unseres Landes für sich beanspruchen, ist dieser 45 Meter hohe Sandrücken der unbestrittene Königspunkt von Zuid-Kennemerland. Auch wenn das dichte Blätterdach auf dem Gipfel die Sicht versperrt, spürst du beim steilen Aufstieg sofort die kraftvolle Dynamik dieser jahrhundertealten Landschaft.
Direkt am Fuße dieses Dünenmassivs, bei Santpoort-Zuid, trifft raue Natur auf jahrhundertealte Geschichte. Hier ragen die imposanten Überreste der Ruine von Brederode empor, einer Burg, die im 13. Jahrhundert von Willem van Brederode gegründet wurde. Wo einst Ritter und Adlige herrschten, bieten die verwitterten Burgmauern heute seltenen Pflanzenarten und geschützten Fledermauskolonien einen geschützten Lebensraum.
Warum 40 % unserer gesamten Natur genau in diesen Dünen zusammenkommen

Dieses Naturschutzgebiet beherbergt dank der außergewöhnlichen Vielfalt der Landschaft fast die Hälfte unserer Natur. Innerhalb weniger Kilometer verwandelt sich die Umgebung von einem salzigen, vom Wind verwehten Meeresstreifen in feuchte Dünentäler und uralte Innendünenwälder. Jedes Stück Land hat sein eigenes Mikroklima, in dem wiederum andere Arten gedeihen.
Damit das Gebiet nicht mit Sträuchern und Bäumen zuwächst, spielen große Weidetiere eine Schlüsselrolle. Der Park ist bekannt für die beeindruckenden Wisente (die europäischen Waldisons), die hier in den Dünen umherstreifen. Zusammen mit schottischen Hochlandrindern und Konikpferden halten diese Tiere die Landschaft offen. Dadurch erhalten seltene Dünenorchideen, die Sandeidechse und unzählige Schmetterlinge den nötigen Raum zum Überleben.
Von Duin und Kruidberg bis zur Küste: So erkundest du den Park am besten

Der praktischste Ausgangspunkt, um die Gegend zu erkunden, ist der Eingang „Duin en Kruidberg “ oder das Besucherzentrum „De Zandwaaier“. Von hier aus schlängeln sich befestigte Rad- und Wanderwege tief in das Naturschutzgebiet hinein.
Einer der schönsten Zwischenstopps auf dem Weg ist das Vogelmeer, ein geschützter Teich mitten in den Dünen, an dem sich unzählige Vögel ausruhen. Von dort schlängeln sich die Wege weiter bis zur Strandpromenade, sodass du die Tour gemütlich an einem der schönsten Strände der Niederlande (Bloemendaal aan Zee) ausklingen lassen kannst.