Es ist offiziell: Die legendäre„Van Dom tot Dam“-Schnellradstrecke zwischen Utrecht und Amsterdam wird definitiv realisiert. Die beteiligten Provinzen Utrecht und Nordholland (Verkehrsregion Amsterdam) haben gemeinsam mit vier Gemeinden eine Verwaltungsvereinbarung über die Strecke geschlossen.
Die Pläne für die F2-Route stammen bereits aus dem Jahr 1990 und werden hinter den Kulissen auch als „Mutter aller Durchgangsrouten“ bezeichnet. Diese schnelle Radwegverbindung verläuft größtenteils parallel zur A2 und zum Amsterdam-Rhein-Kanal.
Neue Tunnel und sicherere Brücken entlang der Strecke

Bevor Radfahrer und E-Biker ununterbrochen vom Dom zum Dam radeln können, muss auf der Strecke noch viel geschehen. Der teuerste und einschneidendste Teil ist der Bau des Boorstraattunnels in Utrecht, ein 39-Millionen-Euro-Projekt, das für 2032 geplant ist.
Dieser Tunnel hilft nicht nur Durchfahrenden, sondern erschließt auch neue Wohngebiete wie Wisselspoor und das Cartesius-Dreieck. Außerdem wird die veraltete und beengte Demka-Brücke über den Amsterdam-Rhein-Kanal saniert. In der Zwischenzeit werden gefährliche Absperrungen und scharfe Haarnadelkurven auf der Strecke schon mal sicherer gemacht
Baubeginn 2028: Was ändert sich sonst noch?

Der groß angelegte Bau beginnt 2028 und kostet mindestens 57 Millionen Euro. Neben den großen Tunneln wird beispielsweise der Westkanaaldijk zu einer übersichtlichen Fahrradstraße mit zusätzlicher Beleuchtung umgestaltet.
Laut einer regionalen Studie überwiegen die Vorteile bei weitem die Kosten. „Wir wollen das Fahrrad für immer mehr Menschen zu einer logischen, attraktiven und gesunden Alternative machen“, erklärte der Beigeordnete André van Schie bei der Bekanntgabe der Vereinbarung.