Wer überraschende Orte in der Stadt liebt, denkt schnell an Parks oder Innenhöfe. Aber kanntet ihr diesen legendären Ort schon? Knapp 50 Minuten vom Amsterdamer Hauptbahnhof entfernt locken diese weltberühmten, auf den Kopf gestellten Würfel. Zwischen den schrägen Wänden der Kubuswohnungen findest du versteckte Galerien, ein Museumshaus und ein Hostel, in dem du selbst übernachten kannst, um diese bizarre Architektur von innen zu erleben.
Wie der Architekt Piet Blom ein Dorf auf Pfählen baute

Hinter diesem einzigartigen Projekt steckt Piet Blom, ein rebellischer ehemaliger Zimmermann, der den traditionellen Wohnungsbau ordentlich herausfordern wollte. Anstelle von langweiligen, grauen Wohnblöcken entwarf er in den 80er Jahren „Het Blaakse Bos“. Seine Idee war ebenso einfach wie genial: Jeder Würfel steht für einen Baum, und alle Wohnungen zusammen bilden ein gemütliches, lebendiges „Dorf“ mitten in der Großstadt. Um wertvollen Platz zu sparen, baute er dieses geometrische Kunstwerk geschickt als eine Art Dach über einer stark befahrenen Rotterdamer Verkehrsader.
Eine geometrische Welt ohne gerade Wände

Wie richtet man eine Wohnung ein, wenn keine einzige Wand gerade steht? In diesen geometrischen Würfeln sind Standardmöbel unbrauchbar, und ein Viertel des Raums bleibt aufgrund der bizarren Winkel schlichtweg ungenutzt. Durch die Neigung von 54 Grad blickst du durch die Fenster direkt auf die Straße hinunter. Da neugierige Touristen ständig hineinschauten, um zu sehen, wie das funktioniert, hat ein Bewohner sogar einen speziellen „Kijk-Kubus“ eröffnet. So kannst du tagsüber mit eigenen Augen sehen, wie kreativ man hier wohnen muss.
Verbringe selbst eine Nacht in einem riesigen Super-Kubus

Möchtest du diese einzigartige Architektur wirklich erleben? Anstatt dich nur tagsüber umzuschauen, kannst du heute auch selbst in der Anlage übernachten. Einer der riesigen „Super-Kubusse“ wurde nämlich zu einer Jugendherberge umgebaut. Erst wenn du hier eine Nacht verbringst, merkst du, wie es sich anfühlt, unter einer komplett gekippten Decke aufzuwachen.