Die Amsterdamer Kunstszene bietet in dieser Saison eine bunte Mischung von Ausstellungen, die von historischen Erkundungen bis hin zu zeitgenössischen Reflexionen reichen. Zu den Höhepunkten gehören eindringliche Einblicke in das häusliche Leben des 17. Jahrhunderts, bahnbrechende moderne Skulpturen, provokative Fotografie und zum Nachdenken anregende Installationen über Heimat und Erinnerung. Ganz gleich, ob Sie sich zu ikonischen Meisterwerken oder innovativen neuen Arbeiten hingezogen fühlen, es gibt etwas, das jeden Kunstliebhaber in der Stadt fesselt. Hier sind unsere Lieblingsausstellungen in diesem Herbst in Amsterdam.
Erwin Olaf – Freiheit

Erwin Olaf – Freedom ist die erste museale Retrospektive des gefeierten niederländischen Fotografen seit seinem Tod im Jahr 2023. Die Ausstellung umfasst seine gesamte Karriere und zeigt ikonische Serien wie Ladies Hats, Chessmen und Skin Deep neben weniger bekannten Werken, Videos, Skulpturen, Werbeprojekten und persönlichem Archivmaterial und schließt mit seinem letzten unvollendeten Video. Die Schau zelebriert Olafs Streben nach persönlicher Freiheit und Aktivismus und beleuchtet seine Auseinandersetzung mit Identität, Sexualität, Geschlecht und Gleichberechtigung, wobei sie seine Entwicklung von der frühen Schwarz-Weiß-Reportage bis zur akribisch inszenierten Studiofotografie nachzeichnet. Die Ausstellung bietet eine umfassende Reise durch sein vielschichtiges, visuell beeindruckendes Oeuvre und seinen anhaltenden Einfluss.
📍 Ort : Stedelijk Museum, Museumplein 10, 1071 DJ Amsterdam
📆 Daten: 11. Oktober 2025, bis 1. März 2026
Brancusi, Die Geburt der modernen Bildhauerei

Das H’ART Museum präsentiert Brancusi – Die Geburt der modernen Skulptur, eine wegweisende Ausstellung mit über 31 Meisterwerken von Constantin Brancusi, dem Vater der modernen Skulptur. Die Ausstellung, eine Leihgabe des Pariser Centre Pompidou, die noch nie zuvor in Amsterdam gezeigt wurde, umfasst ikonische Werke wie Prinzessin X, Der Kuss und die gewaltige Endlose Säule sowie Originalsockel, Fotografien und Filme. Die Besucher können Brancusis Bestreben erkunden,das Wesen von Menschen, Tieren und Architektur durch seine eleganten, innovativen Formen zu erfassen. Die Ausstellung läuft ab dem 20. September für vier Monate und bietet eine seltene Gelegenheit, in das einflussreiche Universum des Künstlers einzutauchen.
📍 Ort: H’ART Museum. Amstel 51, 1018EJ Amsterdam
📆 Daten: 20. September 2025 – 18. Januar 2026
Zu Hause im 17. Jahrhundert

At Home in the 17th Century (Zuhause im 17. Jahrhundert) bietet einen umfassenden Einblick in das tägliche Leben vor 400 Jahren, mit neun Dioramen, gefüllt mit persönlichen Geschichten und Objekten, die von Spinnwebenbürsten bis zu Silberbesteck reichen. Die Besucher treffen auf die unterschiedlichsten Menschen – von wohlhabenden Kaufleuten bis hin zu ganz normalen Familien – und erfahren , wie ihre Häuser und Lebensstile die Gegensätze der Gesellschaft widerspiegeln. Zu den Highlights gehören die berühmten Puppenhäuser von Petronella Oortman und Petronella Dunois sowie Haushaltsgegenstände und Designwunder wie Philip Vingboons‘ Kamin. Die von Steef de Jong gestaltete und von Helena Bonham Carter kommentierte Ausstellung erweckt das 17. Jahrhundert lebendig zum Leben und enthüllt sowohl vertraute als auch überraschende Aspekte des häuslichen Lebens.
📍 Standort: Rijksmuseum, Museumstraat 1, 1071 Amsterdam
📆 Termine: 17. Oktober 2025 bis 11. Januar 2026
Steve McQueen – Besetzte Stadt

Das Rijksmuseum präsentiert Occupied City,Steve McQueens 34-stündiges Videokunstwerk, das Amsterdam unter der Nazi-Besatzung während des Zweiten Weltkriegs untersucht. Der Film, der kontinuierlich als stumme Stadtlandschaft auf die Fassade des Museumplein projiziert und an ausgewählten Tagen mit Ton und Voiceover im Museum gezeigt wird, zeichnet über 2.000 Schauplätze nach und enthüllt Geschichten von Verfolgung, Widerstand und dem täglichen Leben unter der Oberfläche der Stadt. Auf der Grundlage von Bianca Stigters Atlas einer besetzten Stadt bietet das Werk eine eindrucksvolle Reflexion darüber, wie die Vergangenheit die Gegenwart weiterhin prägt. Occupied City ist kostenlos an der Museumsfassade zu sehen oder bei Vorführungen im Auditorium im Museumseintritt inbegriffen und verbindet historische Erkenntnisse mit McQueens innovativer filmischer Vision.
📍 Standort: Rijksmuseum, Museumstraat 1, 1071 Amsterdam
📆 Termine: 12. September 2025 bis 25. Januar 2026
THUIS. Das Gefühl von Heimat in der zeitgenössischen Kunst
THUIS. The Feeling of Home in Contemporary Art im Rembrandt House Museum untersucht anhand der Werke von dreizehn zeitgenössischen Künstlern, was „Heimat“ bedeutet. Die Ausstellung untersucht das Zuhause als physischen Raum, als Erinnerung, als Erweiterung der Identität oder als verlorenen Ort. Zu sehen sind Künstler wie Sadik Kwaish Alfraji, Arash Fakhim, Pris Roos und Maria Roosen. Rembrandts eigenes Haus und seine Drucke liefern den historischen Kontext und zeigen, wie das Gefühl der Heimat das persönliche und künstlerische Leben seit langem geprägt hat. Außerdem können die Besucher Pris Roos dabei zusehen, wie sie live im Museum ein neues „Zuhause“ aus Pappe baut, das ihre Erkundung persönlicher Geschichten fortsetzt und zum Nachdenken darüber anregt, was Heimat heute bedeutet.
📍 Standort: Jodenbreestraat 4, 1011 NK Amsterdam, Pays-Bas
📆 Daten: 26. September 2025 bis 4. Januar 2026